Trauriges Frettchen

Heute wurde ich geboren. Eins von zehn. Mein Vater war sehr berühmt, er wurde auf Ausstellungen prämiert. Ich habe eine Menge Halbbrüder und -schwestern. Meine Mutter ist auch sehr berühmt. Nachdem sie berühmt wurde, bekam sie immer nur Welpen. Keine liebende Hand, keine lustigen Ausflüge . . . nur Welpen. Sie ist immer sehr traurig, wenn sie von ihr weggenommen werden. Heute musste ich mein Heim verlassen. Ich wollte nicht weg, deshalb hatte ich mich hinter meiner Mutter und drei noch verbliebenen Geschwistern versteckt! Einer griff nach mir, ich mochte ihn nicht. Er sagte, ich würde eines Tages berühmt sein. Ich frage mich, ob berühmt das gleiche ist wie Spaß und gute Zeiten? Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl es Dich gestört hat, dass ich mich vor dir versteckt habe. Ich glaube nicht, dass Du mich mochtest. Mein neues Heim ist weit weg von meiner Mutter. Ich bin verstört und ängstlich. Mein Herz sagt: Sei tapfer, meine Verwandten sind es auch. Ob sie auch in so gute Hände kamen wie ich? Ich bin hungrig, weil zuviel essen schlecht für meine Knochen ist sagte man. Ich kann nicht beißen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind. Ich laufe einfach weg, spiele und tue so, als ob ich auf einer großen Wiese bin mit Schmetterlingen, Rotkehlchen und Fröschen. Ich weiß nicht, warum sie mich ärgern und treten. Ich bin still, aber der Mann ist nicht nett zu mir und sagt laute Dinge. Die Frau gibt mir keine guten Sachen wie ich sie bei meiner Mutter hatte. Sie wirft nur trockenes Futter auf den Boden und geht weg bevor ich nah genug zum Berühren und Schmusen kommen kann. Manchmal riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem. Heute bekam ich zehn Welpen, sie sind so wundervoll und warm. Bin ich jetzt berühmt? Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen, aber sie sind so klein. Ich bin doch auch noch so jung und verspielt, so dass es schwer ist, hier in dem Loch unter dem Haus zu liegen und meine Welpen zu säugen. Jetzt weinen meine Kleinen. Ich zerkratze und zerreiße mein Fell und ich wünschte, jemand würde mir etwas Futter hinwerfen. Ich bin auch sehr durstig. Jetzt habe ich nur noch acht. Zwei wurden während der Nacht kalt und ich konnte sie nicht wärmen. Jetzt sind sie tot. Wir sind alle sehr schwach, vielleicht können wir etwas Futter bekommen, wenn ich sie auf die Veranda trage? Heute haben sie uns alle weggeholt. Es war zuviel Aufwand, uns zu füttern und jemand kam, um uns zu holen. Er schnappte meine Welpen, sie weinten und winselten. Wir wurden in eine Boxen gepackt und in ein Auto getragen. Sind meine Babys jetzt berühmt? Ich hoffe es, denn ich vermisse sie, sie sind weg. Der Ort hier riecht nach Urin, Angst und Krankheit, warum bin ich hier? Ich war mal genau so schön wie meine Verwandten. Jetzt bin ich hungrig, schmutzig und unerwünscht. Vielleicht ist es das Schlimmste, unerwünscht zu sein. Niemand kam zu mir, obwohl ich immer lieb war. Heute kam endlich jemand. Er nahm mich und trägt mich zu einem Raum der sehr sauber war und einen glänzenden Tisch hatte. Er setzte mich auf den Tisch und jemand hielt mich fest und streichelte mich. Ich fühlte mich so wohl, so glücklich, so gut! Dann pieckste es etwas und ich fühlte mich sehr müde und lehnte mich hinüber zu demjenigen, der mich gestreichelt hatte.  Jetzt bin ich berühmt: Heute hat sich jemand um mich gekümmert...........  (Verfasser Unbekannt)

Eine traurige Geschichte zum Nachdenken

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sich mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte Mama doch noch so gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, das sie jetzt endlich Geld wollten und das das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen. Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Tierchen. Ich heiße jetzt Lea. Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schaudert. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierart schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen sehr bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und das meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen. Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiges Tier sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "nichts zu machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen. Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ? War ich böse ? Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten ! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich sanft, ein kleiner Stich... Gott sei dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Auf Wiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schuffeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war nur eine Händlerware.

Der Artikel darf ( soll ) weiterverwendet werden, sei es als Infoblatt in der Tierarztpraxis und beim Futterlieferanten oder als Bericht in einer regionalen Zeitung oder auf HP´s. 

Wie konntest Du?

Als wir noch Welpen waren unterhielten wir dich mit unserer koboldhaften Art und brachte dich zum Lachen. Du nanntest uns "meine Babys" und trotz einer Anzahl von geklauten Schuhen und einigen Sofakissen, die wir "ermordeten", wurden wir deine besten Freunde. Wann immer wir "ungezogen" waren, zeigtest du uns mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntet ihr...?"  Aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest uns zur Seite, um unsren Bauch zu kraulen. Unsere Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber wir rissen uns zusammen. Wir erinnerten uns an jene Nächte, als wir uns an dich im Bett ganze nahe anschmiegten und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und wir glaubten, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herum zu tollen, wir fuhren mit dem Auto irgend wo hin, kauften uns ein Eis (wir erhielten nur einen Rest der Waffel weil, "zu viel Waffel ist für Frettchen nicht gesund", sagtest Du), und wir hielten im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und warteten so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit uns, um "Karriere" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen "menschlichen Partner" finden zu können. Wir warteten immer geduldig auf dich, trösteten dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freuten uns ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie ist jetzt deine Ehefrau, ist aber keine "Frettchenliebhaberin", aber trotzdem begrüßten wir sie in unserem Heim, respektierten sie und zeigten ihr, dass wir sie mögen. Wir waren glücklich, weil du glücklich warst!

Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Wir teilten die Aufregung mit dir. Wir waren von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch der Babys fasziniert, so dass auch wir sie bemuttern wollten. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass wir den Kindern schaden und sie verletzen könnten. Daher mussten wir die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen. Oh, wie wir sie lieben wollten, aber es war uns nicht vergönnt. Während sie anfingen zu wachsen, wurden wir ihre Freunde. Sie zogen an unserem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach uns, stießen ihre Finger in unsere Augen, forschten an unseren Ohren und gaben uns Küsse auf unsere Schnute.

Wir, liebten alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Wir waren soweit, dass wir die Kinder notfalls mit unserem Leben verteidigen würden. Wir waren soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fährst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von uns und erzähltest mit vollem Stolz über uns. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit "Ja" und wechselst das Thema. Wir waren früher "Deine Frettchen" und sind heute "nur Frettchen"!

Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt. Du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der "WIR" deine Familie waren.

Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis wir bemerkten, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden, Katzen und Frettchen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für uns finden würde. Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen schmerzvollen Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Frettchen mittleren Alters gegenüberstand. Du hattest die Finger deines Sohnes von unseren Fell lösen müssen, während er weinend schrie "Nein Papa, bitte lass mir meine Frettchen nicht wegnehmen!" Wir wunderten uns in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du uns einen Klapps auf den Kopf, vermiedest dabei, uns in unsre Augen zu schauen.

Du hattest einen Termin einzuhalten, nun haben wir auch einen! Kurz nach dem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, einen "guten Platz" für uns zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich ... "Wie konntest Du?"

Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber wir verloren unseren Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an unserem Gehege vorbei ging, wuselten wir zur Frontseite und hoffte, dass DU es bist, dass DU deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder wir hofften, dass es zumindest jemand sein würde, der uns mögen könnte, der uns retten würde.

Aber die Wahrheit war, dass wir es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatschigen Welpen aufnehmen konnten. Welt vergessen in unseren eigenen Schicksal zogen wir uns in einer kuscheligen weichen Ecke zurück und warteten ab.

Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte uns ab, wir gingen über einen langen Korridor, bis wir an dessen Ende einen Raum betraten. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte uns auf einen Tisch, kraulte unsere Ohren und erklärte uns, dass wir uns nicht zu sorgen hätten. Unser Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte.

Gleichzeitig hatten wir ein Gefühl der Entlastung. UNS, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß unserer Natur waren wir mehr um die nette Frau besorgt, als um uns selbst. Wir erkannten, dass sie eine Belastung trägt, die Tonnen schwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um unser Vorderbeinchen, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte. Wir leckten ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie wir es bereits Jahre vorher taten, um DICH zu trösten. Sie schob die hypodermatische Nadel in unsere Vene.

Nachdem wir den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in unseren Körper verspürten, lehnten wir uns schläfrig zurück, schauten dabei in ihre freundlichen Augen und sie murmelte: "Wie konntest Du?". Möglicherweise verstand sie unsere Frettchenprache, denn sie sagte, "Es tut mir Leid!". Sie umarmte uns hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, uns einen besseren Platz zu verschaffen, wo wir nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen sein würden. Einen Platz, an dem wir uns nicht verstecken müssen, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.

Mit unseren letzten Bissen von Energie schleckten wir der Dame über die Hand und versuchten ihr so zu sagen, dass mein "Wie konntest Du?", nicht gegen sie gerichtet war. WIR dachten an DICH, mein geliebtes Herrchen. Wir werden immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.

Einige Worte des Autors:  Wenn "Wie konntest Du?" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung ,ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen.  Jim Willis

Es gibt ein Wiedererkennen

Versunken steht Annette vor dem Freigehe ihrer Frettchen. Die acht kleinen Clowns turnen durch Tunnel, über Hürden, kuscheln in Hängematten und jagen sich mit lautem Gegecker durch ihr Revier. Keiner der Einrichtungsgegenstände steht mehr an dem Platz, an dem es Annette mit ihrem Mann Klaus vor drei Tagen nach der gründlichen Reinigung hingestellt hatte. Selbst die schwere, selbstgetöpferte Tonschale mit drei Liter Wasser steht weiter hinten. Nur die Hängematten, die sorgsam mit langen Seilen am Dach des Geheges vertäut wurden, pendeln immer wieder auf den alten Platz zurück.

Langsam kehrt Ruhe in das kleine Rudel ein, die Leckerlis sind verspeist, der Durst gelöscht und der Unfug ist ausgetobt. Vier der süßen Racker verkriechen sich in der großen Höhle am Boden, die anderen suchen sich zwei Hängematten zum Mittagsschlaf aus.

Annette kehrt ins Haus zurück. Ein Lächeln liegt auf ihrem Gesicht und sie entscheidet sich auch zu einer kleinen Ruhepause. Wohlig aufatmend lässt sie sich auf ihr Bett fallen und schreit im nächsten Moment „Aua“. Diese verflixte Schräge, dieser verflixte Architekt. Jetzt wohnt sie schon seit sieben Monaten in ihrem Haus und hat sich immer noch nicht daran gewöhnt, dass die Schräge an ihrem Bett viel zu tief beginnt. Dieser doofe Baukünstler hat bei seinen Berechnungen vergessen, dass sie eine Fußbodenheizung und besondere Dachisolierung hat. Dadurch fehlen ihr über 15 cm Deckenhöhe. Und der Raum ist genauso berechnet, dass das Bett nur dort hin passt und sonst nirgendwo. Schließlich hatte sie ja alle Maße an den Bauherrn weitergegeben.

Annette reibt sich noch einmal den Hinterkopf und überlegt zum hundertsten Mal, in der Höhe der Aufprallstelle ein Polster anzubringen. Dann schließt sie die Augen und denkt an ihre kleinen Racker im Gehe unten im Garten. Vor allem der kleine Lollo, der siebenmonatige Zuwachs aus dem Frettchenasyl hat es ihr angetan. Er schaut so verträumt und gleichzeitig irgendwie neckisch. Sie meint, dass sie diesen Blick schon einmal gesehen hat. Noch bevor sie einschläft, fällt es ihr ein - Der Architekt hatte den gleichen Blick wie Lollo. – Ein breites Grinsen zieht sich über Annettes Gesicht und ein einziger Satz begleitet sie in ihre Träume: „Könnte es sein, dass schlechte Architekten als Frettchen wiedergeboren werden?“

Verfasser Bea Bitoon

Hundebabys zu verkaufen

Ein kleiner Junge kam vorbei und sah das Schild. Da der Ladenbesitzer gerade an der Tür stand, fragte er ihn: "Was kosten die Hundebabys?" "Zwischen 50 und 80 €" sagte der Mann. Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog einige Münzen heraus." Ich habe 2,37 €" sagte er. "Darf ich sie mir bitte anschauen?"

Der Ladenbesitzer lächelte und pfiff nach seiner Hündin. Fünf kleine Hundebabys stolperten hinter ihr her. Eines von ihnen war deutlich langsamer als die anderen und humpelte auffällig. "Was hat denn der Kleine da hinten?" fragte der Junge. Der Ladenbesitzer erklärte ihm, dass der Welpe einen Geburtsfehler hat und nie richtig laufen würde. "Den möchte ich kaufen!" sagte der Junge.

"Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund." antwortete der Mann. "Aber wenn du ihn unbedingt willst, schenke ich ihn dir."

Da wurde der kleine Junge wütend. Er blickte dem Mann direkt in die Augen und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Dieser kleine Hund ist jeden Cent wert, genau so wie die anderen auch. Ich gebe ihnen meine 2,37€ und werde ihnen jede Woche 1€ bringen, bis er abbezahlt ist."

Der Mann entgegnete nur: "Ich würde ihn wirklich nicht kaufen - er wird niemals in der Lage sein mit dir zu toben wie die anderen."

Da hob der Junge sein Hosenbein und sichtbar wurde eine Metallschiene, die sein verkrüppeltes Bein stützte. Liebevoll auf den Hund blickend sagte er: "Ach, ich renne selbst auch nicht gut und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen der ihn versteht!"

Der Mann biss sich auf die Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die

Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, 
Hügeln und saftigen, grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer was zu fressen und zu trinken,
und es ist warmes, schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen,
die sie auf Erden so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.
Es hat dich gesehen.
Und wenn du und dein spezieller Freund sich treffen,
nimmst du ihn in deine Arme und hältst ihn fest.
Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder,
und du schaust endlich glücklich in die Augen deines geliebten Tieres,
das solange aus deinem Leben verschwunden war,
aber nie aus deinem Herzen.
Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens

und ihr werdet nie wieder getrennt sein..........